Atlanta, USA
Atlanta ist eine bekannte Metropole in den USA

Georgia Aquarium

Mit dem Georgia Aquarium hat die Hauptstadt des US-Bundesstaates Georgia seit November 2005 eine ganz besondere Attraktion erhalten. An der 225 Baker Street, am Pemberton Place in Atlanta liegt dieses Schmuckstück in direkter Nachbarschaft von Sehenswürdigkeiten wie dem Centennial Olympic Park. Mit 31.000 Kubikmetern Salz- und Süßwasserbecken gilt es als das größte Aquarium weltweit. Jährlich bewundern etwa 2,5 Millionen Besucher die 120 tausend Wasserbewohner aus 500 unterschiedlichen Arten.
 
Atlanta Skyline bei Nacht
 
Eine Idee nimmt rasch Form an

Die Idee zu diesem Monumentalprojekt stammt von Bernard Marcus, dem Mitbegründer von Home Depot. Er war auch an der Entstehung und der Finanzierung beteiligt und spendete 250 Millionen für den Bau. Weitere 40 Millionen stammten ebenso von privaten Konzernen. Das Grundstück, auf dem der Bau steht, wurde von der in Atlanta ansässigen Coca-Cola Corporation gestiftet. Nur 27 Monate nach Baubeginn konnte das Aquarium mit 60 Becken auf einer Fläche von 1.520 Quadratmetern am 23. November 2005 der Allgemeinheit präsentiert werden. Nur 98 Tage später begrüßte man den 1-millionsten Besucher. Das Design des Gebäudes gleicht einer riesigen Arche, die durch eine Welle bricht. Das blaue Metall und das Glas unterstreichen diese Verkörperung. Insgesamt verfügt dieses Riesenaquarium über eine überdachte Fläche von 50.000 Quadratmetern. 328 Tonnen Acrylglasscheiben trennen die Besucher von den Bewohnern.

 
Sehr schön ist auch das Florida Aquarium in Tampa das ähnlich ist wie das Georgia Aquarium in Atlanta.
 
Das Georgia Aquarium in Atlanta
 
Große und kleinere Haie

Den Mittelpunkt der Ausstellung bildet ein 24.000 Kubikmeter großes Becken, das die Giganten der Meere beheimatet. Die hier lebenden Walhaie wurden aus Taiwan eingeflogen. Der streng geheime Transport der gewaltigen Meeresbewohner erforderte den Einsatz von Frachtflugzeugen, Lkws und Schiffen. Mittlerweile ist der Fang der Tiere in Taiwan verboten. Das Georgia Aquarium ist das einzige außerhalb von Asien, das diese Giganten ausstellt. Im Rahmen des Swim With Gentle Giants-Programms ist es Tauchern und Schnorchlern erlaubt, mit den Meeresriesen zu schwimmen.

Als Erinnerung daran gibt es eine DVD. Die um dieses Becken herum arrangierte Ausstellung zeigt darüber hinaus Große Hammerhaie, die ebenso eine Seltenheit darstellen. Außer dem Georgia Aquarium zeigt nur mehr das Adventure Aquarium in New Jersey diese besonderen Fische.

Seltenheiten und Attraktionen

Beinahe ebenso selten in Amerika zu sehen sind die Belugawale, von denen es ein Pärchen in Atlanta gibt. Im August 2008 konnte erstmals in den USA ein Mantarochen zur Schau gestellte werden. Das Tier war per Zufall in einem Hai-Netz vor Durban gefangen worden, und nachdem er für das dortige Aquarium zu groß war, wurde er nach Atlanta gebracht. Im September 2009 kam ein zweites Tier dazu. Im 2011 eröffneten Neubau leben elf Große Tümmler. Durch ein fast acht Meter breites Fenster können Besucher die Tiere bewundern. Zudem präsentiert das Aquarium eine 25-minütige Show mit Orchestermusik und Lichteffekten. Die Revue AT&T Dolphin Tales vereint Tier und Mensch und soll das Bewusstsein für die wachsende Bedrohung dieser Tierart in der freien Wildbahn steigern.

 
In Key West im Sunshine State Florida gibt es auch ein Aquarium, das aber nicht so groß ist wie das Georgia Aquarium.
 
Verschiedene Bereiche zeigen das Leben im Wasser

Fünf verschiedene Galerien, die jeweils den Lebensräumen entsprechen, bilden das gesamte Repertoire. Die Georgia-Explorer-Ausstellung ist speziell an Kinder gerichtet und beinhaltet Streichelbecken mit Haien und Rochen. Der heimischen Umwelt widmet sich der River Scout. Dank eines Überkopfflusses können hier nordamerikanische Fische von unten betrachtet werden. Zudem sieht man hier auch ungewöhnliche Süßwasserlebewesen wie Piranhas oder Elektrische Fische. Den Polarregionen und ihren Lebewesen ist der Cold Water Quest gewidmet. Hier findet man die meisten Säugetiere. Brillenpinguine, die Belugawale und Japanische Riesenkrabben bevölkern diesen Bereich.

Ocean Voyager, der vierte Bereich, ist die Heimat der Walhaie. Beinahe 100.000 Fische leben in dieser Ausstellung, die sich an den Gegebenheiten des Mesoamerican Barrier Reef orientiert. Zwei bauliche Elemente fallen dem Besucher hier auf. Ein 30 Meter langer Unterwassertunnel bietet uneingeschränkten Blick auf die Tiere. Das zweite Highlight ist das zweitgrößte Aquarienfenster der Welt. Im vierten Teil des Museums findet die Tropical Diver-Ausstellung statt, die ein lebendes Riff mit Korallen zeigt. Attraktionen wie ein 4-D-Film, vollanimierte 3-D-Projektionen von Hochseefischen und umfangreiche Informationen sind der Mittelpunkt dieses Bereiches.

 
Das Aquarium entspricht den Wünschen seines Stifters

Einen ebenso wichtigen Stellenwert wie die Ausstellung selbst haben aber die Erhaltungs- und Umweltschutzaufgaben des Georgia Aquariums, die auf den Wunsch des Gründers Bernard Marcus zurückzuführen sind. Aus diesem Grund arbeitet das Aquarium auch mit verschiedenen Instituten im In- und Ausland zusammen, um gefährdete Arten durch spezielle Forschungsprojekte zu schützen.